Frau und drei Kinder getötet

Unfall auf B31-neu: Auto aus dem Oberallgäu wird von Lastwagen aus Paderborn gerammt

 

Datum:     

23.08.2004

Einsatzstichwort: 

Mehrere Verletze Personen nach VU (H2)

Uhrzeit:

20.00 Uhr

Einsatzort: B31neu
Eingesetzte Kräfte:
  • Feuerwehr Nesselwangen, Bonndorf und Überlingen
  • Polizei
  • DRK Überlingen (1 NEF - 2 RTW - 1 RTH - Kriseninterventionsdienst)

Kurz von 20 Uhr wurden die Überlinger Rettungsdienste am Montagabend zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 31 westlich von Überlingen zwischen Hohenlinden und Nesselwangen gerufen. Weil in den eingehenden Notrufen der Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem PKW und mehrere eingeklemmte Personen gemeldet worden waren, entsandte die Integrierte Leitstelle des Bodenseekreises mit den Überlinger Feuerwehrabteilungen Stadt, Nesselwangen und Bonndorf, dem DRK-Rettungsdienst und dem Rettungshubschrauber „Christoph 45“ ein Großaufgebot an Rettungskräften zur Einsatzstelle.

Wie die Polizei zwischenzeitlich mitteilte, war eine aus dem Raum Kempten stammende PKW-Lenkerin mit ihrem Wagen in Richtung Überlingen unterwegs und aus ungeklärter Ursache zunächst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Vermutlich beim Versuch gegenzusteuern kam das Fahrzeug ins Schleudern und prallte mit der rechten Fahrzeugseite gegen einen entgegen kommenden Sattelzug. Ein nachfolgendes Fahrzeug wurde durch umherfliegende Trümmerteile ebenfalls beschädigt.

Erste Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen erreichten bereits nach wenigen Minuten den Unglücksort, weil die ehrenamtlichen Wehrleute gerade einen Übungsabend durchführten. Trotz des raschen und massiven Einsatzes kam für die Unfallopfer aber jede Hilfe zu spät und den Helfern bot sich ein Bild des Grauens: alle vier Insassen des PKW, die 35 Jahre alte Fahrerin sowie drei Kinder im Alter von vier, fünf und sieben Jahren waren sofort tot. Während eines der Kinder beim dem Zusammenstoß aus dem Wagen geschleudert wurde, waren die übrigen Opfer in dem völlig zertrümmerten Wrack des Wagens, der in einem Straßengraben liegen blieb, eingeklemmt. Der Feuerwehr kam die schwere Aufgabe zu, die sterblichen Überreste der eingeklemmten Unfallopfer aus dem Fahrzeug zu bergen. Außerdem leuchtete sie die Unfallstelle aus, stellte den Brandschutz sicher und nahm aus den Unfallfahrzeugen auslaufende Kraft- und Betriebsstoffe auf. Insgesamt waren rund 40 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen unter Leitung von Stadtbrandmeister Andreas Löhle im Einsatz. Kreisbrandmeister Henning Nöh war ebenfalls zum Unfallort gekommen, um sich persönlich ein Bild von dem Einsatz und der Arbeit der Rettungskräfte zu machen.

Die Fahrerin des Sattelzugs blieb physisch unverletzt, erlitt aber einen Schock. Zur Betreuung der Unfallbeteiligten war auch ein Team des Kriseninterventionsdienstes des DRK im Einsatz. Während der Bergemaßnahmen und der Unfallaufnahme musste die Bundesstraße für rund vier Stunden voll gesperrt werden. Die Polizei leitete den Verkehr örtlich um. Wie die Polizei zwischenzeitlich weiter mitteilte, wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Konstanz ein Sachverständiger hinzugezogen, der auch klären soll, ob möglicherweise ein technischer Defekt am PKW der Frau ursächlich für den Unfall war.

Eingesetzte Fahrzeuge der Feuerwehr Überlingen:  KdoW - ZF-ELWVRW - RW2 - TLF 16/40 - LF 8/6 -        

 3 MTW - LF 16/12

Geschätzter Sachschaden: wird noch ermittelt.
Vermutliche Schadensursache: wird noch ermittelt.
Fotos: